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Sicherheit

Sicherheitsweste vs. Rückenprotektor

Kurz erklärt, ohne Verkaufsdruck. damit Eltern klar entscheiden können.

Sarah Handte 6 Min. Lesezeit
Ein Kind trägt einen Reithelm.

Ein Kind trägt einen Reithelm.

Also, diese Frage krieg ich ständig. STÄNDIG. Meistens von Papas übrigens, keine Ahnung warum. “Brauchen wir so eine Weste? Oder reicht ein Protektor? Was ist eigentlich der Unterschied?”

Ich sag mal so: Es kommt drauf an. (Ich weiß, total unbefriedigende Antwort. Aber wartet, ich erklär's.)

Erstmal: Was ist was?

Eine Sicherheitsweste ist wie eine gepolsterte Rüstung. Die geht einmal rum um den Oberkörper, also Brust, Rücken, Seiten, alles. Ein Rückenprotektor schützt halt nur den Rücken. Logisch, oder? Die Weste bietet mehr Schutz, der Protektor mehr Bewegungsfreiheit. So einfach ist das erstmal.

Wann ich eine Weste empfehle

Okay, ehrliche Meinung von mir:

  • Wenn euer Kind noch wackelig ist. Also Anfänger, die noch nicht so sicher im Sattel sitzen. Da kann eine Weste echt beruhigend sein, für Kind UND Eltern.
  • Bei Ausritten. Wenn wir ins Gelände gehen, ist mehr Schutz nie verkehrt. Da kann mal ein Ast im Weg sein, oder das Pony erschrickt vor nem Hund.
  • Wenn IHR euch damit besser fühlt. Mal ehrlich: Wenn ihr als Eltern die ganze Reitstunde nervös am Rand steht, merkt das Kind das. Und wird selbst unsicher. Also, wenn eine Weste euch beruhigt? Her damit.

Letztens hatte ich ein Mädchen hier, die war super ängstlich am Anfang. Ihre Mama hat ihr so eine Weste gekauft, und plötzlich, wie ausgewechselt. “Jetzt kann mir nix passieren!” hat sie gesagt und ist auf Penelope gestiegen wie eine kleine Königin. Manchmal ist es auch einfach das Gefühl, wisst ihr?

Wann ein Protektor reicht

Aber, und das ist wichtig, nicht jedes Kind braucht die volle Rüstung.

  • Bei geführtem Reiten auf dem Platz. Wenn Lennox im Schritt seine Runden dreht und ich daneben laufe, da ist das Sturzrisiko echt minimal.
  • Wenn das Kind sich in der Weste unwohl fühlt. Manche Kinder finden die Dinger einfach zu steif, zu warm, zu nervig. Und eine Weste, die das Kind nicht anzieht, schützt genau gar nix.
  • Bei sehr beweglichen Kindern. Es gibt Kinder, die turnen auf dem Pony rum wie kleine Akrobaten (Quacky lässt das übrigens geduldig über sich ergehen). Die brauchen Bewegungsfreiheit.

Worauf ich beim Anprobieren achte

Falls ihr euch für eine Weste oder einen Protektor entscheidet, hier meine Checkliste:

  • Passform, Passform, Passform. Das Ding darf nirgends einschneiden oder drücken. Unter den Armen nicht, am Hals nicht, nirgends.
  • Arme müssen frei sein. Sonst kann das Kind sich nicht richtig halten oder die Zügel führen.
  • Das Kind muss sich wohlfühlen. Ich sag’s nochmal: Wenn’s unbequem ist, wird’s nicht getragen. Punkt.

Am besten kommt ihr mit dem Kind vorbei und wir probieren das mal aus. Ich hab ein paar verschiedene Größen zum Testen hier. Nicht zum Verkaufen, ich verkauf hier nix, aber zum Gucken, was überhaupt passt.

„Ich sag den Eltern immer: Die beste Schutzausrüstung ist die, die euer Kind wirklich trägt. Eine super teure Weste, die zuhause im Schrank hängt, weil sie kratzt, die bringt genau null."

Sarah Handte

Ach ja, und noch was: Ein Helm ist wichtiger als alles andere. Falls ihr nur für eine Sache Geld ausgeben wollt: Helm. Immer Helm. Die Weste ist das Extra, nicht die Basis.

Napoleon guckt mich übrigens immer komisch an, wenn ein Kind mit Weste kommt. Als würde er denken “Was soll das, ich pass doch auf.” Der nimmt das persönlich, glaub ich.

Kontakt Unsicher, was ihr braucht?

Schreibt mir oder ruft an. Wir finden zusammen raus, was für euer Kind am besten passt. Ohne Verkaufsdruck, versprochen. Ich verdien nix dran, ich will nur, dass ihr die richtige Entscheidung trefft.

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