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Ratgeber

Versicherung für Reitkinder

Unfallversicherung, Haftpflicht, Reiter-Hilfswerk: Ein Überblick über die wichtigsten Policen.

Sarah Handte 6 Min. Lesezeit
Sicherheitskonzept: Versicherungsdokumente, Helm und Sicherheitsausrüstung

Sicherheitskonzept: Versicherungsdokumente, Helm und Sicherheitsausrüstung

Für eilige Eltern (TL;DR)

  • Kurz und klar zu Versicherung für Reitkinder: die wichtigsten Punkte ohne Umwege.
  • Ausrüstung schützt nur dann, wenn sie passt, korrekt genutzt wird und regelmäßig geprüft ist.
  • Ruhige Abläufe am Pony sind wichtiger als Tempo, Druck oder perfekte Performance.
  • Wenn Bedingungen nicht passen, ist Anpassen die richtige Entscheidung und kein Rückschritt.

Okay, Versicherungen. Ich weiß. Das ist so ein Thema, da schalten die meisten ab. Aber bleibt kurz dran, das ist wichtig. Und ich versuch’s so kurz wie möglich zu machen.

Die Fragen, die ich ständig höre: "Brauchen wir eine extra Versicherung?" "Was ist, wenn was passiert?" "Sind wir irgendwie abgesichert?" Alles berechtigte Fragen. Und die Antworten sind zum Glück meistens beruhigend.

Die kurze Version

Gute Nachricht: Für die meisten Familien ist eure normale Familienunfallversicherung völlig ausreichend. Wir als Hof haben eine Haftpflichtversicherung. Extra-Policen braucht ihr nur, wenn euer Kind richtig intensiv reitet (Turniere etc.). Und: Ein guter Helm ist wichtiger als jede Versicherung. Echt jetzt.

Viele Eltern fragen, was genau durch die Familienhaftpflicht abgedeckt ist. Grundsätzlich gilt: Wenn euer Kind einen Schaden verursacht, greift eure Haftpflicht. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Kind ein Tor offen lässt und ein Pony entwischt. Das sind seltene Fälle, aber genau dafür ist die Haftpflicht da. Am besten kurz bei eurer Versicherung nachfragen, ob Reiten explizit eingeschlossen ist.

Elternfrage im Text beantwortet: Brauchen wir eine extra Reiterhaftpflicht. In den meisten Fällen nein, wenn euer Kind bei uns geführt reitet oder in Gruppenstunden ist. Wenn ihr ein eigenes Pferd habt oder regelmäßig an Turnieren teilnehmt, kann eine eigene Police sinnvoll sein. Das ist individuell.

Elternfrage im Text beantwortet: Was ist mit Unfällen am Hof. Wir als Hof haben eine Betriebshaftpflicht. Das deckt Dinge ab, die durch den Hofbetrieb passieren könnten. Für alles, was dem Kind selbst passiert, ist eure Unfallversicherung relevant. Auch hier gilt, kurz prüfen, was eure Police abdeckt.

Praxisbeispiel vom Hof: Ein Kind ist auf dem Weg zum Stall gestolpert und hat sich das Knie aufgeschürft. Das war kein Reitunfall, sondern Alltag. Die Eltern waren froh, dass ihre Unfallversicherung das abgedeckt hat. Das zeigt, dass oft die normalen Versicherungen schon reichen.

Elternfrage im Text beantwortet: Was ist, wenn mein Kind vom Pony fällt. Dann greift die Unfallversicherung. Die genaue Leistung hängt von der Police ab. Deshalb lohnt es sich, einmal die eigenen Unterlagen zu prüfen oder kurz bei der Versicherung anzurufen.

Thema Meist ausreichend Wann extra sinnvoll
Haftpflicht Familienhaftpflicht Wenn Reiten ausgeschlossen ist
Unfall Familienunfallversicherung Bei hohem Trainingsumfang
Reiterhaftpflicht Nicht nötig bei Hofstunden Eigenes Pferd oder Turniere
Zusatzschutz Nicht nötig Spezielle Risiken oder Reisen

Elternfrage im Text beantwortet: Ist Reiten in der Haftpflicht immer drin. Häufig ja, aber nicht immer. Manche Policen haben Ausschlüsse. Ein kurzer Anruf klärt das. Ich empfehle das, weil es euch Sicherheit gibt.

Elternfrage im Text beantwortet: Was ist, wenn mein Kind ein anderes Kind verletzt. Dann greift in der Regel eure Haftpflicht. Solche Situationen sind selten, aber möglich. Deshalb sind klare Regeln und Aufsicht so wichtig.

Praxisbeispiel vom Hof: Ein Kind lief zu nah am Pony und bekam einen leichten Rempler. Es war nicht schlimm, aber die Eltern waren kurz verunsichert. Wir haben erklärt, was passiert ist, und dass genau solche Kleinigkeiten im Stall vorkommen können. Aufsicht und Regeln minimieren das Risiko.

Elternfrage im Text beantwortet: Sind Reitstunden in der Schule oder im Verein anders. Manchmal ja, weil Vereine eigene Versicherungen haben. Wenn euer Kind im Verein reitet, lohnt sich ein Blick in die Vereinsunterlagen. Wir am Hof erklären, was bei uns gilt.

  • Ist Reiten in eurer Haftpflicht enthalten
  • Deckt eure Unfallversicherung Freizeitunfälle ab
  • Gibt es Ausschlüsse für Reitsport
  • Wer ist Kontakt für Rückfragen

Elternfrage im Text beantwortet: Sollte ich eine zusätzliche Police nur fürs Kind abschließen. Meistens nicht. Oft ist die Familienversicherung ausreichend. Wenn ihr unsicher seid, besprecht es mit eurer Versicherung. Das ist keine große Sache und spart später Fragen.

Praxisbeispiel vom Hof: Eine Familie dachte, sie brauchen eine spezielle Reitversicherung. Nach einem kurzen Gespräch mit ihrer Versicherung stellte sich heraus, dass alles abgedeckt war. Sie waren erleichtert und konnten sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Elternfrage im Text beantwortet: Was ist mit Schäden am Pony. Wenn ein Pony verletzt wird, greift in der Regel die Haftpflicht des Tierhalters. Bei uns trägt der Hof die Verantwortung. Wichtig ist, dass Kinder die Regeln kennen und wir aufmerksam begleiten.

  1. 1 Police kurz prüfen
  2. 2 Reiten als Freizeitaktivität bestätigen
  3. 3 Fragen notieren
  4. 4 Einmal anrufen und Ruhe haben

Ich sag’s immer wieder: Investiert in einen guten Helm. Das ist die beste Versicherung, die ihr kaufen könnt. Alles andere ist für den Fall der Fälle. Der Helm verhindert den Fall der Fälle.

Sarah Handte

Ein letztes Wort dazu

Ich will hier niemandem Angst machen. Unfälle beim Ponyreiten sind selten. Unsere Ponys, Balu, Chica, Simon, Quacky, die ganze Bande, die wissen, was sie tun. Die passen auf.

Aber Sachen passieren manchmal eben doch. Und dann ist’s gut, wenn man abgesichert ist. Nicht für’s Panikmachen, sondern für’s Ruhig-schlafen-können.

In 15 Jahren hier am Hof hatten wir vielleicht eine Handvoll Situationen, wo überhaupt jemand zum Arzt musste. Und meistens war’s ein aufgeschürftes Knie, weil ein Kind auf dem Weg zum Stall hingefallen ist. Nicht mal auf dem Pony.

Aber trotzdem: Helm auf. Versicherung checken. Und dann entspannt losreiten.

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