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Mein Weg zur Reittherapie
Von der pädagogischen Fachkraft zur Reittherapeutin: mein Weg war nicht geplant, aber stimmig.
Eine Reittherapeutin und ein Therapiepferd gehen gemeinsam einen friedlichen Waldweg entlang.
Manche Leute haben einen Fünf-Jahres-Plan. Ich hatte Pferde. Und irgendwie ist daraus das hier geworden.
Dann kam die Pädagogik
Nach der Schule war mir klar: Irgendwas mit Menschen. Ich hab die Ausbildung zur Erzieherin gemacht, weil ich dachte, Kinder und ich, das passt. Und das stimmt auch, irgendwie.
In der Kita hab ich dann aber gemerkt: Es gibt so unterschiedliche Kinder. Die Lauten, die sofort auf einen zukommen. Und die Leisen. Die am Rand stehen. Die, die sich nicht trauen.
Und wisst ihr was? Die haben mich am meisten berührt. Weil ich die kannte. Weil ich manchmal selbst so war.
Ich hab damals oft gedacht: Für diese Kinder müsste es was anderes geben. Irgendwas, wo sie rauskommen aus ihrem Schneckenhaus, ohne Druck.
Der Moment, der alles verändert hat
Das klingt jetzt dramatisch, aber so war’s.
In der Kita gab’s ein Mädchen, das kaum gesprochen hat. Total in sich gekehrt. Wir haben alles probiert. Spielangebote, Einzelbetreuung, nix hat richtig funktioniert.
Dann, an einem Wochenende, kam das Kind mit seiner Mutter zufällig bei uns am Stall vorbei. Und dieses Mädchen? Hat gestrahlt. Hat mit dem Pony geredet. Hat gelacht. Ich stand daneben und dachte: Was zur Hölle?
In dem Moment ist mir was klar geworden. Diese Verbindung zwischen Kindern und Pferden, das ist es. Das ist das, was ich machen will.
Coco war damals übrigens das Pony, mit dem sie so aufgeblüht ist.
Die Weiterbildung
Ich hab angefangen zu recherchieren. Reittherapie, Reitpädagogik, was gibt’s da eigentlich? Und dann hab ich mich für die Ausbildung beim IGOGO Lehrinstitut entschieden.
War nicht einfach, nebenbei. Arbeiten, lernen, am Wochenende Praxisstunden. Manchmal war ich so müde, dass ich im Stall fast eingeschlafen bin. Aber jedes Mal, wenn ich gesehen hab, wie ein Kind auf dem Pony sitzt und plötzlich grinst, das war’s wert.
Ich hab so viel gelernt. Über die Wirkung von Pferden. Über Körpersprache. Über mich selbst, ehrlich gesagt.
Wie Das Leben ist ein Ponyhof entstanden
Der Social-Media-Kram war eigentlich meine Idee. Ich wollte damals Influencerin werden, ehrlich gesagt. Also haben wir angefangen, Videos vom Stall zu posten. Napoleon in seiner ganzen Pracht, Chica beim Blödsinn machen, solche Sachen.
Und dann haben wir irgendwann gemerkt: Da kommen ja richtige Anfragen. Leute wollen ihre Kinder aufs Pony setzen. Wollen Geburtstage feiern. Wollen das hier erleben.
Und ich steckte gerade mittendrin in meiner Reittherapie-Ausbildung. Im Juli 2026 hab ich sie abgeschlossen.
Manchmal fügen sich Dinge einfach, wisst ihr?
Jetzt machen wir das zusammen. Tim macht das ganze Drumherum: Website, Organisation, den ganzen Kram, den ich nicht kann. Und ich bin bei den Ponys und den Kindern. Genau da, wo ich hingehöre.
Warum ich das immer noch mache
Es sind die Momente mit den Kindern und den Ponys, für die ich morgens aufstehe. Für die ich auch mal nachts um zwei im Stall bin, wenn’s einem Pony nicht gut geht. Für die ich das hier mache.
„Pferde haben mir so viel gegeben. Jetzt gebe ich das weiter, an die Kinder, die hier zu uns kommen.“
Mein Weg war nicht geplant. Ich hatte keinen Masterplan, kein Vision Board, nix davon. Aber es hat gepasst. Schritt für Schritt. Pony für Pony. Kind für Kind.
Wenn ihr Fragen habt, zur Reittherapie, zum Hof, zu irgendetwas, schreibt uns. Ich antworte immer. Manchmal dauert’s ein bisschen, weil Kylo grad wieder Blödsinn macht, aber ich antworte.
Versprochen.


