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Saisonales

Sommer auf dem Ponyhof

Eine schöne Zeit des Jahres: Warum der Sommer für Ponys und Kinder besonders ist.

Sarah Handte 6 Min. Lesezeit
Ponys grasen auf sonniger Sommerwiese in Renningen

Ponys grasen auf sonniger Sommerwiese in Renningen

Leute, der Sommer ist da und ich bin SO froh. Nach dem Matschewinter (ihr wisst, wovon ich rede) ist das hier wie Urlaub. Jeden Tag.

Ich sitz grad auf der Bank vor dem Stall, die Sonne scheint, und Napoleon versucht zum dritten Mal, Coco zum Spielen zu überreden. Die ignoriert ihn konsequent. Typisch.

Also, heute erzähl ich euch mal, wie das so ist bei uns im Sommer. Und worauf ihr achten solltet, wenn ihr mit euren Kids vorbeikommt.

Die Ponys dürfen RAUS

Das ist das Schönste am Sommer. Wenn die Weiden wieder trocken genug sind, dürfen die Ponys den ganzen Tag draußen rumhängen. Und oh Mann, die Freude.

Napoleon macht jedes Jahr seine berühmten Bocksprünge, wenn er zum ersten Mal auf die Sommerweide darf. Mit seinen kurzen Shetty-Beinen sieht das aus wie ein hüpfender Kartoffelsack. Aber ein sehr glücklicher hüpfender Kartoffelsack.

Die Kinder lieben das auch. Die Ponys zwischen den Wildblumen zu sehen, wie sie Löwenzahn mampfen und in der Sonne chillen. Das ist einfach was anderes als im Winter, wenn alle im Stall stehen und ein bisschen muffelig gucken.

So sieht ein typischer Sommertag bei den Ponys aus:

  • Morgens früh grasen (solange es noch kühl ist)
  • Mittags: Schatten suchen, dösen, Fliegen verscheuchen
  • Nachmittags wieder aktiver werden
  • Zwischendurch: Kylo und Sleepy machen Blödsinn, Attila guckt genervt

Sleepy macht seinem Namen übrigens alle Ehre. Der pennt im Sommer gefühlt 20 Stunden am Tag. Aber wenn er wach ist, ist er richtig wach. Gestern hat er Ruffy quer über die Weide gejagt, keine Ahnung warum.

Morgenausritte, mein persönliches Highlight

Okay, ich muss euch von den Morgenausritten erzählen. Das ist so schön. Ich weiß, das klingt kitschig. Aber echt jetzt.

Um 7 Uhr morgens, die Sonne geht gerade auf, alles ist noch still. Die Vögel zwitschern, die Luft ist frisch, und die Ponys sind so entspannt. Kein Vergleich zur Mittagshitze.

Letztens hatte ich ein Mädchen dabei, die ist sonst nie so früh wach. Ihre Mama meinte “Die schläft normalerweise bis 10.” Aber für einen Ausritt mit Chica? 6:30 Uhr aufgestanden, ohne zu meckern.

Und dann reiten wir durch den Wald, sehen ein Reh, das Mädchen flüstert “Mama, ein REHE!” (ja, mit E am Ende, war sehr süß). Solche Momente machen den Job aus, ehrlich.

Tipp für Eltern: Die Sommerferien-Kurse machen wir immer morgens. Da ist es noch angenehm, und die Kinder sind danach fertig für den Rest des Tages. Win-win.

Ja aber, Hitze ist auch ein Ding

So schön der Sommer ist, wir müssen aufpassen. Ponys können nicht so gut mit Hitze wie wir denken. Also, hier mal das, was wir konkret machen:

Wasser überall

Klingt banal, aber: Ich kontrollier die Tränken im Sommer mindestens dreimal am Tag. Pferde können 40-60 Liter am Tag trinken bei Hitze! Fiona allein schafft locker ihre 50 Liter. Die steht gefühlt andauernd an der Tränke.

Schatten muss sein

Alle unsere Weiden haben schattige Plätze. Unter Bäumen oder im Unterstand. Das ist nicht optional, das ist Pflicht.

Napoleon allerdings, der Dickkopf, steht trotzdem manchmal in der prallen Sonne und guckt sich um wie “Was? Mir geht’s gut!” Dann schick ich ihn in den Schatten. Er findet das nicht toll, aber mir egal.

Mittags ist Siesta

Zwischen 12 und 16 Uhr? Da reitet hier keiner. Nix. Nada. Die Ponys haben frei, die Kinder sollen Eis essen gehen, ich sitz im Schatten und trinke gefühlt 5 Liter Wasser.

Bremsen. Ich hasse Bremsen.

Dieses Thema verdient einen eigenen Absatz, weil es mich SO nervt. Im Sommer sind diese Viecher überall. Die Ponys kriegen regelmäßig Fliegenspray, und manche tragen Fliegenmasken.

Simon mit Fliegenmaske sieht aus wie ein kleiner Ninja. Er findet’s glaub ich cool. Balu eher nicht, der versucht die Maske immer abzuschübbeln am Zaun.

Schnelle Checkliste für Sommer-Pferdepflege:

  • Hufe täglich auskratzen (trockener Boden bedeutet mehr Steinchen)
  • Nicht zu lange putzen (die schwitzen ja auch)
  • Nach dem Reiten mit Wasser abspritzen (lieben sie!)
  • Weiden auf giftige Pflanzen checken (Jakobskreuzkraut, ihr wisst)

Sommerferien-Chaos (im besten Sinne)

Die Sommerferien sind lebhaft. Sehr lebhaft.

Plötzlich haben alle Kinder Zeit. Die Ferienkurse sind voll, überall wuseln Kids rum, und die Ponys haben einen vollen Terminkalender.

Was wir so anbieten:

  • Ferienkurse (5 Tage, Montag bis Freitag), die sind IMMER schnell weg
  • Einzelstunden Ponyreiten
  • Kindergeburtstage im Grünen (mit Pony, nicht mit mir verkleidet als Clown)
  • Reittherapie-Intensivwochen

Die Stimmung ist einfach anders im Sommer. Entspannter, obwohl mehr los ist. Komisch eigentlich. Die Kinder sind braun gebrannt, haben Sommersprossen, kommen in Flip-Flops an (die sie dann gegen ordentliche Schuhe tauschen müssen, aber geschenkt) und strahlen.

Abendsonne am Stall

Mein Lieblingsmoment: Abends um acht nochmal zum Hof, die Ponys von der Weide holen, und dabei die Sonne untergehen sehen.

Manchmal bleiben Familien dann noch, die Kinder spielen rum, wir trinken was Kaltes, und Penelope steht da und genießt es, am Hals gekrault zu werden. Die kann stundenlang so stehen. Ich auch, ehrlich gesagt.

Für diese Momente mach ich das hier. Kein Witz.

Eure Fragen zum Sommer

Ist Ponyreiten im Sommer gefährlich wegen der Hitze? Nö, wenn man’s richtig macht. Wir reiten nur morgens oder abends, achten auf die Ponys, machen Pausen. Wenn ein Pony zu warm wird, merkt man das. Und dann ist erstmal Pause.

Können wir auch bei 35 Grad kommen? Zum Reiten? Nein, da haben wir zu. Zum Ponys streicheln und füttern? Klar, aber im Schatten, und nicht zu lang.

Was zieh ich meinem Kind an? Dünne lange Hose (kurze scheuert am Sattel, aua), luftiges Shirt, Sonnenhut für zwischendurch, SONNENCREME. Helm ist Pflicht, wie immer.

Haben die Ponys Sommerferien? Quasi schon. Die dürfen viel auf der Weide sein. Wir reiten weniger und kürzer. Aber ganz “frei” haben sie nicht. Leichte Bewegung ist auch gut für sie. Quacky zum Beispiel würde ohne Arbeit noch runder werden, als er eh schon ist.


Der Sommer ist einfach besonders hier. Die langen Tage, die Wärme, die glücklichen Ponys auf der Weide, die Kinder mit ihren Sommerferien-Geschichten.

Kommt vorbei und erlebt das selbst. Aber denkt an Sonnencreme. Und Wasser. Und packt die Gummistiefel erstmal weg.

Bis bald, Sarah


Sommerferien-Kurse

Die sind meistens schnell voll. Also, wenn ihr Interesse habt, eher früher als später melden. Wir freuen uns auf euch!

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